„Sicher engagiert“ und die EAF Berlin stärken Politikerinnen im Umgang mit Desinformation am 10. September von 19:30 – 21:00 Uhr. Der kostenlose Workshop mit Feierabendquiz findet online statt. Anmeldungen sind hier möglich.
Gefälschte Zitate, manipulierte Bilder und Deepfake-Videos sind längst zu wirksamen Mitteln geworden, um Politikerinnen öffentlich zu diskreditieren. Gemeinsam mit dem Projekt „Sicher engagiert“ widmet sich die Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF Berlin) in einem Online-Workshop den Risiken digitaler Desinformation und zeigt konkrete Wege auf, wie sich Betroffene schützen und handlungsfähig bleiben können.
Die Referentinnen Rajae Yahyaoui und Mia Parker vom Projekt „Sicher engagiert“ stellen der EAF Berlin ihre Expertise zur Verfügung und geben praxisnahe Einblicke in die Entstehung, Verbreitung und Wirkung von Desinformationskampagnen.
Desinformation trifft Politikerinnen häufig auf spezifische Weise. Sexualisierte Deepfakes, frauenfeindliche Gerüchte und gezielte Verleumdungskampagnen greifen nicht nur politische Positionen an. Sie zielen auf die Glaubwürdigkeit, die persönliche Integrität und die Würde der betroffenen Frauen. Damit wird eine zentrale demokratische Botschaft vermittelt: Nicht nur die politische Haltung einer Politikerin soll infrage gestellt werden – bereits ihre bloße Präsenz und ihr Mandat werden zum Angriffsziel.
„Desinformation kann politische Teilhabe unmittelbar beeinträchtigen. Wenn Politikerinnen ständig damit rechnen müssen, dass ihr Bild manipuliert, ihre Aussagen verfälscht oder sexualisierte Inhalte über sie verbreitet werden, hat das Folgen für ihre öffentliche Sichtbarkeit und ihre politische Handlungsfähigkeit“, erklären Rajae Yahyaoui und Mia Parker vom Projekt „Sicher engagiert“.