Vom 11. bis 13. September ging es für uns zur Evangelischen Akademie Hofgeismar – drei Tage voller spannender Einblicke, Austausch und vor allem viel Praxis.
Im Mittelpunkt des Workshops standen Verschwörungserzählungen im Rechtsextremismus und die Frage, welche Rolle sie für unterschiedliche Szenen und Radikalisierungsprozesse spielen.
Dabei wurde schnell deutlich, wie vielfältig die Erscheinungsformen sind: von Reichsbürgern und Corona-Leugner*innen über militante Kameradschaften und neue rechtsextreme Jugendgruppen bis hin zu rechten Kampfsportstrukturen sowie Online- und Gaming-Subkulturen. Auch Antifeminismus, die Incel- und Manosphere-Szene sowie rechtsextreme „Active Clubs“ wurden genauer unter die Lupe genommen.
Besonders spannend für unsere Arbeit war der starke Praxisbezug am letzten Tag: In Gruppen- und Fallspielen konnten wir konkrete Situationen aus der Beratungsarbeit durchspielen und verschiedene Handlungsmöglichkeiten ausprobieren. Wie bleiben wir im Dialog? Wo braucht es klare Abgrenzung? Wann steht Schutz im Vordergrund – und welche Intervention ist in welcher Situation sinnvoll?
Unser Fazit: Viel neues Wissen, unterschiedliche Perspektiven und vor allem konkrete Impulse, die wir für unsere Präventionsarbeit mitnehmen können.